SPOSS-Lehrgang 2010 mit glücklichem Abschluss - Alle haben bestanden!!

Aufmerksam geworden durch die Annonce „Segeln lernen im Heikendorfer Yachtclub“ im „Probsteer Anzeiger“, melde ich mich spontan zu dem Sportsegelschein-SPOSS-Lehrgang an.

Anfang Januar 2010 treffen sich 13 Teilnehmer zur 1. Unterrichtsstunde auf dem Feuerschiff „Læsø Rende“, dem Clubheim des HYC. Von nun an erklärt uns die Jugendwartin Ulrike Herrmann einmal wöchentlich alles Wissenswerte aus dem Bereich Seemannschaft, Boots-, Wetter-, Gesetzes- und Regattakunde. Der Unterricht dauert jeweils 1 Stunde. Dank der erfrischenden Art von Ulrike vergeht diese wie im Fluge. Völlig neue Begriffe prasseln auf uns ein: Stehendes Gut, Laufendes Gut, Rollreff, Bindereff, Wende, Halse, Lee und Luv, Ausweichregeln nach KVR (KollisionsVerhütungsRegeln), Seeschifffahrtsstraßenordnung, Betonnung. Aber es wird nie langweilig und nach 10 Wochen findet dann schon der theoretische Prüfungsteil statt. Wegen Zeitmangel müssen drei Teilnehmer verzichten, die anderen 10 schaffen die Prüfung auf Anhieb.

Nun sind erst einmal Osterferien. Anfang Mai wird das Schulungsschiff, die „Giya“, zu Wasser gelassen. Dann kann es mit dem praktischen Teil losgehen.

Ulrike organisiert für uns die erfahrenen Skipper Frank, Horst, Jürgen, Klaus, Manfred, Peter und Volkmar aus dem Verein, die sich und teilweise auch ihre eigenen Schiffe zur Verfügung stellen, um uns das Segeln beizubringen.

Jeder hat die Möglichkeit nach seinem persönlichen Zeitplan, Übungstermine zu vereinbaren: Abends, am Wochenende, Crash-Kurs für eine Woche, alles ist möglich und so auch für Berufstätige kein Problem.

Per E-Mail werden Terminpläne für das Trainingssegeln an alle Teilnehmer verschickt. Unser Dank gilt Christian, der das alles hervorragend organisiert hat
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Am 13. Mai geht es ausgerüstet mit Schwimmweste und Segelschuhen nun endlich zum ersten Mal aufs Wasser. Mithilfe des Ordners von Frank findet man sich an Bord der „Giya“ schnell zurecht. Nun heißt es, Manöver üben: Wenden, Halsen, Mann-über-Bord-Manöver müssen zur praktischen Prüfung sitzen.

Einmal monatlich treffen wir uns alle auf dem Feuerschiff, um neue Termine zu vereinbaren. Sieben Teilnehmer melden sich schon zur praktischen Prüfung am 18. Juli 2010 an. Jeder muss 30 Minuten beweisen, dass er das Schiff und die Manöver beherrscht. Bei Windstärke 4 wird hier auch das Reffen nötig. Nach 3,5 Stunden haben alle die SPOSS-Prüfung bestanden. Anschließend wird auf dem Feuerschiff gefeiert und wir bekommen die SPOSS-Scheine von Uwe, dem Prüfer überreicht. Das hat allen so viel Spaß gemacht, dass wir gern das Angebot „Navigationskurs“ von Ulrike im nächsten Winter annehmen.

Am 20. Juli 2010 haben wir noch einen letzten Trainingstermin zum Segeln mit Jürgen als Skipper und Beate, Thomas und Sabine als Crew. - Endlich richtig segeln -, ohne Manöver üben zu müssen. Unsere Tour ging dann auch gleich zum Kieler Leuchtturm bei ca. 4 Windstärken aus Nordost und gefühlten 1 – 1,5 Meter hohen Wellen. Das war schon ein besonderes Erlebnis und hat uns den Respekt vor dem „großen Meer“ gelehrt. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang sind 4 glückliche Segler wieder im Möltenorter Hafen eingelaufen.

Sabine, Beate und Thomas

 

Die GIYA mit Teilnehmern des SPOSS-Kurses 2010 auf ihrem ersten Segeltörn ohne Trainer auf der Kieler Förde

 

Sportsegelschein (SPOSS)-Vorschrift (Deutscher Segler-Verband) :

Der Deutsche Segler-Verband (DSV) erteilt durch seine Verbandsvereine Sportsegelscheine, die den Inhaber als befähigt ausweisen, den Segelsport auszuüben.

Der Sportsegelschein gilt für das Segeln auf geeigneten Revieren im Binnenbereich und in Küstenrevieren, die auf Sicht befahren werden können, sowie für Regatten und sofern auf diesen Revieren dafür kein amtlicher Führerschein vorgeschrieben ist. Bei der Auswahl des Reviers muss der Verbandsverein dafür Sorge tragen, dass dieses auch unter Berücksichtigung des übrigen Schiffsverkehrs für das Revier- und Regattasegeln geeignet ist. (Für alle zum nachlesen - Die offizielle Prüfungsverodnung des DSV (PDF 85 kB))