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Chronik des Heikendorfer Yacht Clubs
1986-2003 |
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Auf dem Ostufer der Kieler Förde, im
idyllischen Heikendorf (im Ortsteil
Möltenort), existiert ein
dynamischer und attraktiver
Segelverein, der Heikendorfer Yacht
Club, der sich neben aktivem
Segelsport auf die Fahne geschrieben
hat ein ehemaliges dänisches
Feuerschiff für kommende
Generationen zu erhalten und dieses
derzeit als einzigartiges,
gemütliches Jugend- und Vereinsheim
nutzt.
Der Heikendorfer Yacht Club wurde
1986 gegründet, hat derzeit rund 73
Mitglieder und zusätzlich eine
ungewöhnlich starke Jugendgruppe mit
35 Jugendlichen, die sehr
erfolgreich Regatten in der
Jüngstenklasse, dem ‚Optimisten’
segeln.
Die Mitglieder des HYC verfügen über
34 eigene Boote (Segel-, Motor-, und
Motorsegler).
Diese ungewöhnliche Verhältnis von
Mitgliedern zu Booten spricht für
sich allein....
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Erwähnenswertes aus 16 Jahren HYC und FS Læsø
Rende in Heikendorf:
(zum Vergrößern bitte anklicken)

1986 -
Aquarell von Hans Steude |

Die
"Vorgängerin" der Laesö Rende im
Möltenorter Hafen (1967-1985)
Das FS Flensburg, später FS
Kalkgrund und ab 1991 "Noorderlicht"
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KN 02.12.1986 |

KN 27.12.1986 |

Kieler Express 02.01.1987 |

04.12.1986 |

KN 02.12.1987 |

Die Yacht Heft 2/1988 |

KN 1988 |

KN 20.10.1989 |

KN 13.06.1989 |

1992-Das FS Elbe 3 zu Besuch in
Möltenort |

Probsteer 22.12.2000 |
KN vom 28.12.1985
"Heikendorfer Yachtclub" in
Sicht
20
MSK-Mitglieder wollen einen
zweiten Verein aus der Taufe
heben
In
Heikendorf soll ein neuer
Segelverein aus der Taufe
gehoben werden. Unter dem Namen
"Heikendorfer Yachtclub" will
sich der Verein in einer ersten
öffentlichen
Mitgliederversammlung am
Dienstag, 14. Januar, um 19 Uhr
im Lesesaal des Rathauses eine
Satzung geben, um sich danach
offiziell als gemeinnütziger
Verein beim Amtsgericht
eintragen zu lassen. Zur
Gründung des Vereins
entschlossen sich am
Mittwochabend 20 Heikendorfer
Segler, zum großen Teil
Mitglieder der Möltenorter
Seglerkameradschaft, die sich zu
einem Filmabend im Lesesaal des
Rathauses eingefunden hatten.
Nach einem einstündigen
Video-Film über den Admirals-Cup
1985 beschlossen sie nach einem
ausführlichen Gespräch, den
Verein zu gründen.
Ein Großteil der
Gründungsmitglieder gehört der
jüngst von der MSK abgespaltenen
Seglergruppe an (wir
berichteten). Angeführt wird der
neue Club kommissarisch derzeit
noch von den Sprechern der
bisherigen
Segler-Interessengruppe, die
sich auf die Fahne geschrieben
hat, entweder das jüngst von der
MSK an zwei Holländer verkaufte
Feuerschiff wieder nach
Heikendorf zu holen oder für
einen entsprechenden Ersatz zu
sorgen, der dann dem neuen
Yachtclub als Vereinsheim dienen
soll. Einen Vorstand, so
Sprecher Harald Wieddekind,
wollten die 20
Gründungsmitglieder, zu denen
auch zahlreiche Vertreter des
bisherigen Ältestenrates der
Möltenorter Seglerkameradschaft
gehören, noch nicht gründen. Sie
hoffen auf weitere interessier-
te Segler, die bereit sind, sich
dem neuen Verein anzuschließen.
"Sie sollen dann einen Vorstand
bestimmen".
Gründungsversammlung am 14.
Januar
Während dieser ersten
Mitgliederversammlung am 14.
Januar, zu der alle
interessierten Segler auch
unverbindlich eingeladen sind,
soll dann eine Satzung
erarbeitet werden, die sowohl
die Ziele des Vereins festlegen
als auch die Befugnisse des,
neuen, Vorstands klar umreißen
soll.
KN
14.01.1986
"Kein Club von Abweichlern"
Heikendorfer Yacht Club stellte
sich vor — "Wir wollen mit
Freude segeln"
"Der Heikendorfer Yacht Club ist
kein Club von Abweichlern.
Obwohl einige Mitglieder aus der
Möltenorter Seglerkameradschaft
(MSK) kommen, haben wir doch
viele Mitglieder, die vorher
nicht in einem Verein
organisiert waren". Andreas
Neubauer, 1. Vorsitzender des
neugegründeten Heikendorfer
Yacht Clubs, informierte am
Dienstagabend über die
Vorstellungen
des Vereins für
die Zukunft.
"Wir wollen einfach nur mit
Freude segeln", umriss er die
Zielsetzung des neuen Vereins
und fügte hinzu, es müsse im
Möltenorter Hafen wieder Ruhe
einkehren. Heikendorf sei ein
Seglerparadies, auch im
Verhältnis zwischen Seglern und
Gemeinde. Neubauer fuhr fort,
immer sei gesagt worden, die
Ereignisse um das Feuerschiff
seien auslösend für den Unmut
vieler Segler gewesen, dabei sei
es sicher so, dass diese
Ereignisse der MSK den Rest
gegeben hätten. Einige Segler
seien endlich wach geworden.
hätten gemerkt, dass
Führungskreise der MSK so
gearbeitet hätten, wie sie es
nicht wollten. Im Heikendorfer
Yacht Club stehe daher auch in
der Satzung, dass der Verein die
Interessen der Segler vertreten
wolle. »Wir haben der MSK ein
Angebot zur Übernahme des
Feuerschiffes gemacht, jedoch
noch keine Antwort bekommen",
erklärte der Vorsitzende weiter.
Der Yacht Club plane zwar keinen
Vereinsheimbau, meine jedoch,
dass so etwas wie ein
Vereinsschiff nach Heikendorf
gehöre. Schließlich wies
Neubauer auf die Satzung des
neuen Vereins hin, die dem
Ältestenrat ,besondere Bedeutung
beimesse: Der habe eine
besondere Kontrollfunktion
Außerdem habe der Yacht Club ein
"beinhartes Aufnahmeverfahren".
laut Satzung müssen drei Bürgen
benannt werden, und die
Vorstandssitzungen seien für
Mitglieder offen. Neu sei auch,
dass bei Entscheidungen in der
Jahresversammlung abwesende
Mitglieder per Briefwahl
mitentscheiden können. Nach
Neubauers Ausführungen gab es
Fragen an den Vorstand. So
wollte Garsten Gonnsen wissen,
ob die Mitglieder des neuen
Vereins davon ausgehen könnten,
dass ihnen Liegeplätze und
Winterlagerplätze von der
Gemeinde auch weiterhin zur
Verfügung gestellt werden. Dazu
erklärte Neubauer,
Ansprechpartner sei die
Gemeinde, über das Rathaus führe
der einzige Weg zu einem
Liegeplatz. Jens Schmidt
betonte: "Der Yacht Club ist
kein Club der Reichen, dieses
Gerücht ist Quatsch". -

Der Vorstand des neugegründeten
Heikendorfer Yacht Clubs:
Von links: 1. Vorsitzender
Andreas Neubauer zweiter
Vorsitzender Christoph Baldrich,
Zahlmeister Jürgen Siem,
und Schriftwart Klaus Kankeleit.
Neuer Segel-Club in
Heikendorf
Ein neuer Segelverein hat
sich in Heikendorf gegründet,
der Heikendorfer Yacht-Club.
Heute um 19 Uhr möchte sich der
neue Club den
Segelinteressierten im Lesesaal
des Rathauses vorstellen und
über seine Planungen
informieren. In einer ersten
Versammlung der
Gründungsmitglieder wurde neben
der Satzungsverabschiedung
Andreas Neubauer zum
Vorsitzenden gewählt.
Neuer Yacht Club stellt sich vor
In Heikendorf hat sich am
Freitagabend ein neuer
Segelverein gegründet, der
Heikendorfer Yacht Club. Er wird
sich am heutigen Dienstag um 19
Uhr im Lesesaal des Rathauses
vorstellen und über seine Pläne
informieren. In einer internen
Versammlung haben 21 der bisher
31 Mitglieder dem neuen Verein
eine Satzung gegeben und einen
Vorstand gewählt,1.Vorsitzender
wurde Andreas Neubauer, sein
Stellvertreter ist Christoph
Baldrich, Schatzmeister ist
Jürgen Siem, Schriftwart Claus
Kankeleit, für die Jugendarbeit
zeichnet Peter Hartl
verantwortlich. Dem Vorstand
steht ein Ältestenrat zur Seite,
der sich aus Hans Steude, Erich
Nicolajsen, Hans Werner, Joachim
Griese und Ralf Matthiesen
zusammensetzt. Vorstand und
Ältestenrat wurden einstimmig
gewählt, einstimmig wurde auch
die Satzung verabschiedet-
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Die Verkaufsanzeige für das Fyrskib No.
XV aus der Zeitung von Haderslev vom
02.10.1986
So
lag unser Feuerschiff in Haderslev:
Aus der KN vom 26. November
1986:
Bald macht die,, Laesø Rende" in
Heikendorf fest
Das neue Feuerschiff ist 100
Jahre alt
Yachtclub kaufte es für 90.000
Mark in Dänemark — Außenwände
sind 20 Zentimeter dick
ELKE HÖVER Heikendorf
Heikendorf hat ein neues
Feuerschiff. Wie der Vorsitzende
des erst vor wenigen Monaten
gegründeten und inzwischen 60
Mitglieder starken Heikendorfer
Yachtclubs, Andreas Neubauer,
jetzt auf Anfrage der KN
mitteilte, konnte der Verein in
diesen Tagen nach langem hin und
her den Kaufvertrag
unterzeichnen. 90000 1 Mark
zahlten die Segler für das
Schiff, das 1987 100 Jahre alt
wird und aus der Flotte der
dänischen Feuerschiffe stammt
Schon Ende dieses Monats soll
die ,,Laeso Rende" nach
Heikendorf geschleppt werden.
,,Ich war mehr als zehnmal in
den vergangenen Wochen in
Haderslev", berichtet
Vorstandsmitglied Hans Steude,
der den Kauf maßgeblich mit
organisiert hat. Denn in
Haderslev ist das Feuerschiff,
eines aus einer Flotte von
insgesamt 17 gleichartigen
Schiffen, zu Hause. Und die
Kommune Haderslev tat sich
schwer bei dem Entschluss, das
Boot herzugeben.
,,Erfahren hatten wir von der
Möglichkeit, die Laeso Rende
kaufen zu können, im Sommer bei
einem Segelurlaub in Dänemark",
so Vorsitzender Neubauer.
Dänische Segler hätten berichtet
die Gemeinde trage sich mit dem
Gedanken, das Schiff zu
veräußern. Bis es dann soweit
war, gingen Monate ins Land.
Unter rund 20 Bewerbern um das
Boot gingen die Heikendorfer als
beste Anbieter hervor.
,,Die Laesø Rende ist ein sehr
gut erhaltenes Schiff", erklärt
Andreas Neubauer. 1687 sei sie
nach einjähriger Bauzeit in
Dienst gestellt worden. Im
Gegensatz zum ersten
Feuerschiff, das lange das Bild
des Heikendorfer Hafens geprägt
hat ist die Laesø Rende ein
Holzbau mit 20 Zentimeter dicken
Außenwänden. Die ausgezeichnete
Beschaffenheit des Schiffes, so
Neubauer, habe die
Seeberufsgenossenschaft nach
einer Besichtigung bestätigt.
,,Wichtig für uns ist auch, daß
das Schiff noch original als
Feuerschiff gerüstet ist".
Auch innen entspricht es den
Vorstellungen des Vereins. Alle
Räume sind in gutem Zustand. Auf
dem 33 Meter langen und sechs
Meter breiten Schiff gibt es
Räume, die sich für die Vereins-
und Jugendarbeit eignen,
Warmwasserbereiter und Heizung
sind vorhanden, ebenso Duschen,
eine gut eingerichtete Kombüse
und eine Mannschaftskabine, die
später auch als
Unterbringungsmöglichkeit für
Gäste genutzt werden soll. ,,Wir
haben auch bereits konkrete
Pläne", berichten Neubauer und
seine Vorstandskollegen Steude
und Christoph Baldrich, ,,wie
wir das Schiff der
Öffentlichkeit zugänglich
machen". Der Verein denkt da
weniger an Besichtigungen als an
Veranstaltungen, zu denen die
Bürger eingeladen werden können.
Erste Gespräche hat es bereits
zwischen Heikendorfer
Amateurfunkern und dem Yachtclub
über eine Nutzung des Funkraumes
gegeben
Für den Kauf des Feuerschiffes
,,hat der Verein keine Klinken
geputzt". Die 90.000 Mark
Kaufpreis beschaffte eine Gruppe
von Mitgliedern. Der Unterhalt
so der Vorstand, werde längst
nicht so hoch sein wie beim
alten Feuerschiff ,,Kalkgrund",
das stark reparaturbedürftig
war. ,,Zwar werden wir noch
einige Kilogramm Farbe benötigen
und auch im Innenschiff noch
einiges verändern. Aber es sind
alles Schönheitsreparaturen, die
erledigt werden können, wenn das
Geld dafür vorhanden ist".
Wenn die Laesø Rende ihren Platz
im Hafen gefunden haben wird,
soll es sofort losgehen mit
einer gezielten Vereins- und vor
allem Jugendarbeit. In den
Wintermonaten sollen die Kinder
theoretisch geschult werden.
Dafür steht dem Verein ein
staatlich geprüfter Segellehrer
zur Verfügung.
Wenn es dann im Frühjahr an die
praktische Verwertung
theoretischen Wissens geht dann
will der Verein seinen
jugendlichen Mitgliedern auch
Übungsjollen zur Verfügung
stellen können.
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Die Überführungsfahrt nach
Heikendorf
KN
02.12.1986
Feuerschiff hat festgemacht
Das neue alte Feuerschiff im
Heikendorfer Hafen. Wie
berichtet, machte das frisch aus
Dänemark importierte Holzschiff
am Wochenende in Heikendorf
fest. Eigentümer ist der
Heikendorfer Yachtclub, der sich
darinnen häuslich niederlassen
und hier sein Vereinsheim
einrichten will. 90.000 Mark
blätterten die Mitglieder dafür
auf den Tisch. Schon am Sonntag
nutzten Spaziergänger die
Gelegenheit, sich die Laesö
Rende, die noch komplett so
erhalten ist. wie sie vor 100
Jahren gebaut wurde, aus der
Nähe anzusehen. Sie soll der
Öffentlichkeit auch in Zukunft
zugänglich sein, allerdings
denkt der Verein da weniger an
Besichtigungen als an
Veranstaltungen, zu denen die
Bürger eingeladen werden.
Probsteer 04.12.1986
Das neue,
alte Feuerschiff hat festgemacht
Am vergangenen
Wochenende machte das aus
Dänemark importierte, hölzerne
Feuerschiff im Möltenorter Hafen
fest. Die "Laesö Rende«, die
noch komplett so erhalten ist,
wie sie vor 100 Jahren gebaut
wurde, soll dem Heikendorfer
Yachtclub (Eigentümer), in
Zukunft als Vereinsheim dienen.
Jetzt im Heikendorfer
Hafen
100 Jahre
wird in diesem Jahr die .Laesö
Rende', die seit neuestem im
Heikendorfer Hafen liegt. Für
90.000 DM hat der Heikendorfer
Yachtclub dieses dänische
Feuerschiff — ein massiver
Holzbau, auf der dänischen
Orlogswerft gebaut — der Kommune
Haderslev abgekauft. Zu ihrem
Geburtstag soll die alte Dame
jetzt auf Hochglanz gebracht
werden, Reparaturen sind
allerdings kaum nötig, bis auf
eine dringend notwendige Arbeit
am Deckboden in der Nähe der
alten Ankerwinden. Sonst ist das
Boot trotz seines hohen Alters
tipp topp in Ordnung. Wenn die
Arbeiten getan sind, plant der
Vorstand an Bord Veranstaltungen
auch plattdeutsche
Dichterlesungen und norddeutsche
Liederabende.
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KN 27.12.1986
99 Jahre und kein bißchen
klapprig
Das alte Feuerschiff im
Heikendorfer Hafen wir zur Zeit
auf Hochglanz gebracht
Ein leises Knarren, Tannenzweige
auf den Tischen, Kerzenschein.
An der Decke Klassizismus - ein
Hauch von Gediegenheit Es lässt
sich schon aushalten auf dem
alten-neuen Feuerschiff im
Heikendorfer Hafen. Die "Laesö
Rende" hat sich gut gehalten für
ihr Alter von 99 Jahren,
Massives Holzschiff mit einem
Hauch von Gediegenheit
Und daß sie an ihrem 100.
Geburtstag 1987. auf Hochglanz
gebracht, ein Schmuckstück für
den kleinen Hafen sein wird,
dafür verspricht der Vorstand
des Heikendorfer Yachtclubs in
den nächsten Monaten zu sorgen,
An Bord der Laesö Rende stellte
der Vorstand jetzt das Konzept
vor. das in den nächsten Jahren
die Laesö Rende mit einer Menge
Leben erfüllen soll. Denn das
einzig museale an dem alten
dänischen Feuerschiff, das der
Verein erst vor wenigen Wochen
für 90000 Mark der dänischen
Kommune Haderslev abgekauft hat,
soll wirklich das Alter des
Bootes sein. Die Laesö Rende ist
ein massiver Holzbau, auf der
dänischen Orlogswerft gebaut.
Ihre 16 Schwestern, die alle
noch existieren, haben sich
genau so gut gehalten wie das
jetzt in Heikendorf liegende
Schiff. Zwei der Feuerschiffe
stehen noch "in Dienst" die
anderen insgesamt 15 Boote
dieser Serie fanden alle ihre
Liebhaber.
"So schöne alte Holzschiffe kann
man nur in Dänemark bauen"
schwärmt der Vorsitzende des
Heikendorfer Yachtclubs Andreas
Neubauer und' fängt gleich an
die vielen Vorteile eines
Prachtstückes zu rühmen: die
ausgezeichnete Belüftung, die
Schönheit sowohl der
Außenansicht wie auch des
Innenausbaus. Bei letzterem gibt
es zwar noch ein bißchen zu
werkeln. Da haben die
Modernisierer irgendwann in den
dreißiger und fünfziger Jahren
dieses Jahrhunderts einige
kleine Sünden begangen. Die sind
aber — darin ist sich der
Vorstand einig — reparabel. Eine
dringend notwendige Reparatur am
Decksboden in der Nähe der alten
Ankerwinde ist das einzige, was
wirklich an dem Boot gemacht
werden muß. Ansonsten ist die
Laesö Rende kerngesund.
Das Prachtstück braucht kaum
repariert zu werden
Das zeigte sich erst
kürzlich bei der Schleppfahrt
von Haderslev nach Heikendorf.
Dort erfuhren die Segler kurz
vor der Fahrt von einem
dänischen Lotsen: ..Dies Boot
kriegt ihr hier nicht raus".
Eine Sandbank in etwa 2.60 Meter
Wasser- tiefe, meinte der
Fachmann, sei für die Laesö
Rende ein unüberwindbares
Hindernis. Zwar hatten
Schlepperkapitän Fritz Mährt und
seine Crew wirklich einige
Probleme, das Hindernis zu
überwinden auch mit dem eigenen
Schlepper. Aber der Laesö Rende
machte das Gezurre über den Sand
nichts aus. Inzwischen ist das
Schiff zum
Lieblingsaufenthaltsort einiger
Vereinsmitglieder geworden.
Täglich puzzelt einer mit Farbe
und Pinsel und auch mal mit dem
Staubtuch an Bord herum. Und so
soll es bleiben. Die Laesö Rende
soll jedem Mitglied des Vereins
zu • jeder Tages- und Jahreszeit
zugänglich sein. Und wenn die
wichtigsten Putzarbeiten fertig
sind, dann soll es auch losgehen
mit Programm. "Wir wollen
versuchen, hier an Bord
Veranstaltungen anzubieten"
berichtet der Vorstand.
Dichterlesungen möglichst platt-
oder doch wenigstens
norddeutsch, vielleicht
Liederabende. "Mal sehen, so in
diese Richtung jedenfalls",
heißt es dazu aus
Vereinskreisen. Und dazu werden
dann auch die übrigen
Heikendorfer eingeladen.
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KN 26.11.1996
Heikendorfer Yacht-Club
restauriert schwimmendes
Vereinsheim

HYC-Mitglieder
wie
Ulrich Steingräber legen
Hand bei den Reparaturen an, um
das Vereinsheim in Schuß zu
halten.
Alte
Lady soll lange fit bleiben
Heikendorf (vr) Sie wurde
mehrfach gerammt und am Ende des
Zweiten Weltkrieges sogar
beschossen. Doch der massige
Eichenrumpf der "alten Dame"
steckte alles weg. In diesen
Tagen feiert sie ihren 110.
Geburtstag. Den verbringt die
"Laesö Rende" in ruhigeren
Gewässern. Das frühere dänische
Feuerschiff liegt seit zehn
Jahren im Möltenorter Hafen, ist
dort Blickfang und dient dem
Heikendorfer Yacht-Club (HYC)
seitdem als schwimmendes
Vereinsheim. Damit der "Puls der
alten Dame noch sehr lange
schlägt", sanieren die
HYC-Mitglieder das Schiff
derzeit.
So wurde unter anderem eine
größere Fläche der Decksplanken
ausgewechselt, wurde das morsche
Holz am Fuß des hinteren Mastes
erneuert und durch eine
Edelstahlmanschette geschützt,
wurde viel gemalt oder der
Schandeckel mit einer
Glasfaserschicht überzogen. Mit
einer Schleifmaschine beseitigte
Ulrich Steingräber gestern
morgen dort noch letzte
Unebenheiten. Daß das 32 Meter
lange, sechs Meter breite und
gut 300 Tonnen schwere Schiff
dabei "nicht immer im
Brautkleid" zu bewundern ist",
stört den ersten Vorsitzenden
Uwe Landschoof und die 90
Vereinsmitglieder nicht Die
Arbeiten seien notwendig, um das
schwimmende Klubheim für die
nächsten Jahrzehnten zu
erhalten.
Die "Laesö Rende" ist nicht das
erste Feuerschiff, das im
Möltenorter Hafen liegt. Ihre
Vorgängerin, das frühere
deutsche Feuerschiff "Kalkgrund"
(es lag von 1910 bis 1963 am
Ausgang der Flensburger Förde;
heute fährt es als Zweimaster
"Noorderlicht"), diente der
Möltenorter Seglerkameradschaft
(MSK) seit 1968 als Klubheim.
Als 1986 beschlossen wurde, die
"Kalkgrund" zu verkaufen, spalte
sich der Verein. Mit dem
Vorhaben, sich an Land ein
Vereinsheim zu bauen (die MSK
hat es mittlerweile am
Möltenorter Weg verwirklicht),
konnten sich einige Mitglieder
nicht anfreunden – und gründeten
den Heikendorfer Yacht-Club. In
Hadersleben entdeckten sie die
am 14. Juni 1886 auf Kiel
gelegte "Laesö Rende", kauften
sie (Kosten 90000 Mark) und
schleppten sie nach Möltenort.
Das Positive zu der Zeit: Sieben
ABM-Kräfte waren im ersten Jahr
an der Restaurierung des
Schiffes beteiligt, im folgenden
Jahr waren es zwei. Darüber
hinaus legten natürlich auch die
Mitglieder mit Hand an. Die
Möglichkeiten in bezug auf ABM
Kräfte sind längst ausschöpft.
Verstärkt gefordert ist daher
die Eigeninitiative der
Mitglieder. Und die sind sich
einig, ein solch "einmaliges
Schiff mit einzigartigem
Ambiente" noch lange genießen zu
wollen. Selbst Regen und Kälte
hält einige nicht ab, jetzt am
Schiff zu arbeiten. Pflegen sie
die "alte Dame" weiter so,
dürfte sie noch lange fit
bleiben.
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KN
08.12. 1996
Yacht Club gründet
Förderverein
Feuerschiff soll fit bleiben
Heikendorf (vr) Koks schaufeln
wie die ersten Besatzungen
müssen die Mitglieder des
Heikendorfer Yacht Clubs (HYC)
nicht mehr: Der Brennkessel
unter Deck ihres schwimmenden
Jugend- und Vereinsheimes im
Möltenorter Hafen ist im Laufe
der Jahrzehnte mehrfach
nachgerüstet worden. Doch die
mit öl betriebene Heizung ist
veraltet. Nur aus Beiträgen der
derzeit 76 Mitglieder kann die
Investition aber nicht
finanziert werden. Der HYC hat
daher den Förderverein
"Freunde und Förderer des
Feuerschiffes No. XV Laesö
Rende" gegründet.

Ziemlich gestrig ist die
Ölheizung unter Deck der "Laesö
Rende".
HYC-Vorsitzender Uwe Landschoof
hält den Austausch der Anlage
für erforderlich.
Das Ziel des Vereins: In enger
Zusammenarbeit mit dem
Heikendorfer Yacht Club soll der
Erhalt des historischen
Feuerschiffes durch Beiträge und
Spenden gewährleistet werden.
"Es sind •zwar immer Spender und
Förderer da gewesen. Zukünftig
benötigen wir aber eine
sicherere Basis •um das
Wahrzeichen für Heikendorf lange
erhalten zu können, sagt Uwe
Landschoof, der gleichzeitig
HYC-Vorsitzender und
Vorsitzender des neuen
Förder-Vereins ist. So würde
alleine die dringend notwendige
neue Heizanlage ungefähr 20000
Mark kosten. Ohne Hilfe, so
Landschoof, sei das nie machbar.
Der neue Förderverein möchte
aber nicht nur die finanzielle
Unterstützung durch seine
Mitglieder, er will ihnen auch
etwas bieten. Filme, Lesungen
und Vorträge rund um das Thema
Seefahrt sollen zusätzliches
"Leben ins Schiff bringen", so
Landschoof.
Die rote "Laesö Rende", 32 Meter
lang, sechs Meter breit und gut
300 Eichentonnen schwer, dient
dem Heikendorfer Yacht Club seit
1986 als Klubheim. Die
Mitglieder hatten das am 14.
Juni 1886 in Kopenhagen auf Kiel
gelegte Schiff damals in
Hadersleben entdeckt und im
November nach Möltenort
geschleppt. Sieben ABM-Kräfte
waren 1987 an der Restaurierung
beteiligt, 1988 noch zwei. Dabei
wurde unter anderem der
ehemalige Generatorenraum im
Mittelschiff zu einem maritimen
Salon umgerüstet. Immer wieder
haben auch HYC-Mitglieder Hand
angelegt um das Schiff in Schuß
zu halten. Sie versahen eine
größere Fläche des Achterdecks
mit neuen Planken, erneuerten
das Schanzkleid und das morsche
Holz am Fuß des hinteren Mastes,
besserten schadhafte Stellen am
Oberwasserrumpf aus und malten,
malten, malten. So präsentiert
sich das Schiff, das seit
nunmehr 10
Jahren das Bild des Möltenorter
Hafens prägt, laut Landschoof in
einem guten Zustand. Für
künftige Investitionen sei
dennoch die Gründung des
Förder-Vereins notwendig
gewesen.
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KN
23.01.2001
Bootsbauer ziehen
auf die "Laesö Rende"
Land unterstützt
Restaurierung
Uwe Landschoof kratzt in dem
morschen Holz des Achterdecks,
pult ein poröses, weiß-graues
Gebilde aus einer Ritze. "Das
ist Schwamm. Es muß dringend
etwas passieren", sagt der l.
Vorsitzende des "Vereins der
Freunde und Förderer des
Feuerschiffes Laesö Rende".
Dessen Mitglieder setzen sich in
enger Zusammenarbeit mit dem
Heikendorfer Yacht Club (HYC),
dem das am 14. Juni 1886 in
Kopenhagen auf Kiel gelegte
ehemalige Feuerschiff seit 1988
als schwimmendes Vereinsheim im
Möltenorter Hafen dient, für den
Erhalt des historischen Schiffes
ein.
Daß tatsächlich etwas geschieht
und Schäden im größeren Umfang
auf der 32 Meter langen, sechs
Meter breiten und gut 300 Tonnen
schweren "Laesö Rende" behoben
werden können, verdankt der
Förderverein einer Zuwendung des
Innenministeriums über 50.000
Mark. Minister Klaus Buß hatte
den Betrag schon während der
Verabschiedung von Bürgermeister
Sönke Jändling zugesagt. Es sind
Gelder, die aus
Glücksspielmitteln stammen und
die, so Klaus Büß, dazu
beitragen sollen, das maritime
Denkmal noch lange zu erhalten.
Decksplanken müssen erneuert
werden
Immer wieder legten und
legen HYC-Mitglieder selber Hand
an, um das Schiff in Schuß zu
halten - so weit das Geld eben
gereicht hat. "Es gibt aber
bootsbauspezifische Arbeiten,
die Laien nicht bewältigen
können", erklärt Uwe Landschoof.
So müssen unter anderem alle
Decksplanken des Achterschiffs,
ein Teil des Schanzkleides und
das gesamte Schandeck der
Backbordseite erneuert werden.
Ausgetauscht werden sollen auch
Wände unter Deck, zudem ist der
Einbau einer funktionsfähigen
Dauerlüftung geplant. Den
Auftrag für diese Arbeiten
erhielt die Baadewerft im
dänischen Rödbyhavn, die, so
Landschoof, spezialisiert ist
auf die Restaurierung von
Traditionsschiffen.
Einfache, vorbereitende Arbeiten
übernehmen Mitglieder des
Fördervereins und des HYC. Alles
aus eigenen Mitteln zu bezahlen,
hätte die finanziellen
Möglichkeiten des zurzeit 72
Mitglieder zählenden Vereins
überschritten. Verworfen haben
die HYC-Mitglieder Überlegungen,
auf' dem vorhandenen Deck ein
neues, dünneres zu verlegen.
Stattdessen sollen die morschen
Planken ausgetauscht und durch
neue ersetzt werden. In die
Nähte wird dann geteertes Werg
eingeschlagen, das anschließend
mit Pech ausgegossen wird. "Ist
alles fertig, kann das Deck 30
Jahre und länger halten", sagt
Uwe Landschoof. Das Deck des
Vorderschiffs ist bereits
ausgebessert worden. Beginnen
sollen die Arbeiten im Mai, wenn
mit trockenen Wetterlagen zu
rechnen ist. Die dänischen
Bootsbauer werden dann gut drei
Wochen auf der "Laesö Rende" im
Möltenorter Hafen wohnen. In der
Zeit ist auch Uwe Landschoof an
Bord, um dort für die Dänen zu
können.
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Teilweise
völlig morsch sind die
Decksplanken im
Achterschiff. Uwe
Landschoof entdeckt dort
auch
Schwamm.
Die Schäden werden
beseitigt. |
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Download
der Chronik als Word-Datei
Für die kommende segellose
Wintersaison ist geplant das
Feuerschiff zu einem Zentrum
über das Feuerschiffswesen in
Deutschland und Skandinavien
auszubauen, denn dabei handelt
es sich um ein abgeschlossenes
Kapitel der
Schifffahrtsgeschichte.
Feuerschiffe wurden vor ca. 250
Jahren erstmalig eingesetzt und
wurden in jüngster Zeit aus
Kostengründen durch
automatische Seezeichen ersetzt.
Interessierte sind herzlich
eingeladen das Feuerschiff im
Möltenorter Hafen zu besuchen
und nach Absprache zu
besichtigen oder die
Clubkameraden am Freitag bei dem
abendlichen „Klönschnack“ zu
treffen.
Für die Erhaltung des
Feuerschiffes wurde ein eigener
Verein der „Freunde
und Förderer des Feuerschiffes
Nr. XV Laesø Rende“
ins Leben gerufen.
Wem die Idee, ein Feuerschiff
für unsere Enkel zu erhalten,
gefällt, ist gerne eingeladen
sein Scherflein dazu
beizutragen.
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