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Einschlagen des Wergs in die Fugen
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In der Zeit vom 05.09. bis zum 09.09.05
wurde auf der Laesoe Rende das Deck von dänischen Bootsbauspezialisten
der Rødbyhavn Bådeværft neu kalfatert. Die Arbeiten
waren dringend notwendig, da Wasser bei
starkem Regen häufig in die unteren Decks durchtropfte. Die Arbeiten
konnten erfolgreich abgeschlossen werden, Tests haben bestätigt, dass
nichts mehr durchtropft.
Kalfatern (arab.
kafr „Asphalt“ und kalafa) ist eine Tätigkeit beim
Schiffbau, bei der die Fugen zwischen hölzernen Schiffsplanken mit Werg
und Pech abgedichtet werden.
Der Werg wird mit einem Kalfateisen vorsichtig in die Fugen
geschlagen, bevor er mit Pech abgedichtet wird. Dabei werden drei
verschieden starke Eisen zum Einarbeiten des Wergs in die Fugen
eingesetzt. Da die Fuge zwischen den Planken spitz nach unten zuläuft,
wird ein feines, mittleres und ein grobes Eisen zum Einarbeiten der
gedrehten Dochte nacheinander benutzt. Der zur Oberfläche der
Schiffsplanke gelassene Platz von 3 bis 5 mm wird anschließend
mit Pech verfüllt.
Erklärung zum Wort "Pech": Das Wort „pitu-daru“ des Altindischen
bezeichnete eine Fichtenart und bedeutete „Harzbaum“. Der erste Wortteil
entwickelte sich zum Wort „Pech“ und gelangte von Südosten aus in den
deutschen Sprachraum. Der zweite Wortteil gelangte als das Wort „Teer“
später im 15./16. Jh. über den Ostseeraum in die deutschsprachigen
Gebiete. Beide Worte bezeichneten also den gleichen Stoff. Heutzutage
legt die DIN
die Materialien fest. Teere entstehen durch zersetzende
thermische Behandlung organischer Naturstoffe (Holz, Steinkohle, Erdöl,
etc.) und die dabei entstehenden Rückstände werden Peche genannt.
Man benutzt hierzu eine mit heißem Pech gefüllte Tüte deren
Auslassdurchmesser durch ein vor dem Auslass sitzendes Eisen verändert
werden kann. Die überstehenden Ränder müssen zum Abschluss
saubergekratzt werden.
(Text tlw. aus
Wikipedia & Dt. Schifffahrtsmuseum) |