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Bildergalerie vom Besuch der Fehmarnbelt vom 12.08.2003
Ein
weiteres erinnernswertes Ereignis für Heikendorfer,
Gäste und Wassersportfreunde war „Treff 2003“ der Besuch
des Feuerschiffes „Fehmarnbelt“ beim Feuerschiff „Læsø
Rende“.
Am
Montag, dem 11.08. hat die "Fehmarnbelt" von
Heiligenhafen kommend, neben (bzw. gegenüber) der Læsø
Rende an der Außenmole des Fischereihafens Möltenort
festgemacht. Sie blieb hier bis zum 15.08.. Sie verholte
dann zum Hafenfest an der Blücherbrücke in Kiel.
Damit
trafen sich zwei Feuerschiffe, die nach Jahrzehnten
harten Dienstes für die Sicherheit der Seeschifffahrt,
nunmehr ein neues Leben als museale Relikte führen. Das
eine als Jugend- und Vereinsheim, die „Fehmarnbelt“ als
fahrbereiter Zeuge vergangener Tage, dessen über 70
Jahre alter Deutz-Diesel das Schiff in jedem Sommer
entlang der Ostseeküste führt.
Die Besichtigung der „Fehmarnbelt“ war möglich. Die
Abende wurden durch Shanty-Chöre untermalt:
12.08.2003 Schotenrieter, Mönkeberg
13.08.2003 Brummelbutjer, Speeldeel Heikendorf
14.08.2003 Hiev-Rund, MSK Heikendorf
Daten des FS "Fehmarnbelt" aus der Website von Iris &
Rainer (www.feuerschiffseite.de):
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Länge 45,44 m |
Länge zw. den Loten 43,30 m |
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Breite 7,14 m |
Seitenhöhe 4,70 m |
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Tiefgang 3,70 m |
Verdrängung ca. 343 BRT |
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Feuerhöhe: 12,00 m |
Tragweite 22 sm |
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Lichtquelle: Drehlinsenoptik |
Aufhängung: Kardanisch |
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Geschwindigkeit: 8,6 kn |
Leistung: 300 PS |
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Kennung: Blitzfeuer (4 Sekunden) |
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Anker: 3 Patentanker, davon 2 als Stations- und
einen Fahranker. |
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Werft: G.H. Thyen Werft Brake/Unterweser -
Bau-Nr.: S 21 |
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Maschine: 6 Zylinder Dieselmotor, Fabrikat:
Klöckner-Humboldt-Deutz |
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Baukosten: 300.000,- Reichsmark |
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Besatzung: 2 x 11 Mann im 14-tägigen Wechsel von
Fehmarn aus. |
Geschichte
Das heutige
Feuerschiff "Fehmarnbelt" wurde 1908 als Dreimastschoner
mit Notbesegelung bei der G.H. Thyen-Werft in
Brake/Unterweser im Auftrag des Preußischen Ministeriums
für öffentliche Arbeiten, Abt. Wasserbau, Wasserbauamt
Tönning erbaut.
Von
1914-1916 als Kriegsfeuerschiff auf der Position
"Süderpiep" ausgelegt, nahm es von 1918 bis 1919 am
"Dagö-Ösel-Unternehmen" teil und wurde im August des
gleichen Jahres an das Bezirksamt III Kiel überstellt.
Es folgten der Einbau einer drahtlosen Telefonieanlage
(1926) und die Beschaffung eines Motorrettungsbootes
(1929), so dass die Besatzung flexibler wurde.
1931
erhielt das Schiff dann eine Hauptantriebsmaschine des
Fabrikates Klöckner-Humboldt-Deutz mit 300 PS/275 U, 6
Zylinder, die eine Geschwindigkeit von 8,6 Knoten
verlieh, gleichzeitig bedeutete dieser Schritt die
Einführung des elektrischen Stromes an Bord. Als Antrieb
wurde ein fester, dreiflügeliger Propeller gewählt, das
Ruder arbeitet über Ketten und Gestänge, ohne eine Art
von Servo. Später, nämlich erst 1944, wurde die Station
"Außeneider" aufgegeben. 1948 folgte eine Auslegung des
Schiffes an den Mienenzwangswegen "P11" und "P15" in der
Deutschen Bucht. Nach den Reparaturen der Kriegsschäden
kehrte FS "Außeneider" als Reservefeuerschiff für die
Station "Amrumbank" in See zurück. 1954 wurde das FS
endgültig durch das WSA Kiel für den Bereich Ostsee
übernommen und sogleich eine modernere Funkanlage und
ein neues Funkfeuer eingebaut. 1956 folgte eine
Komplettmodernisierung. Zuerst wurden Fock- und
Hauptmast vollständig entfernt, der Besanmast als
verkürzter Antennenträger an den Aufbau versetzt, das
Schiff erhielt den heute noch markanten Vierbeinmast als
Laternenträger. Die Leuchte erhielt eine 4-feldrige
Drehlinsenoptik mit 250 mm Brennweite, bei 1000 W/110 V
erreichte das Feuer eine Tragweite von 22 sm. Ein
Brückenhaus entstand, aus dem Mannschaftsraum schuf die
Werft Doppelkabinen. Als "Reserve Holtenau" tat es
nunmehr auf den Stationen "Flensburg", "Kiel" und
"Fehmarnbelt" seinen Dienst. Eine Radar- und
Luft-Nebel-Schallanlage folgten 1959. 1960 wurde die
Ankeranlage elektrifiziert. Das Gangspill, nun nicht
mehr benötigt, wurde entfernt, um an Deck Platz zu
schaffen. 1961 lieh das WSA Kiel das ehemalige
Nordseefeuerschiff kurz für die Station "Elbe 1 Res."
aus, außerdem wurde ein Funkpeiler installiert. 1962
wurde das Stammfeuerschiff "Fehmarnbelt" von dem
polnischen Frachter "Polanicza" gerammt und dabei schwer
beschädigt. 2 Mann der FS-Besatzung verloren ihr Leben.
Obwohl sich das WSA Kiel zur Reparatur entschied, wurde
das bisherige Feuerschiff "Reserve Holtenau" ab 1965 als
Stammschiff eingesetzt. Das alte Schiff erhielt die
Bezeichnung "Reserve Kiel", wurde allerdings 1968 in
Bremerhaven verschrottet. Sein heute noch vorhandenes
Unterscheidungssignal "DBBD" wurde dem Feuerschiff
"Fehmarnbelt" 1966 mit der Einrichtung der
UKW-Seefunkstelle verliehen, dieser Umstand, sowie die
ständig steigende Zahl elektrischer Verbraucher an Bord,
machte 1972 den Einbau eines dritten Hilfsdiesels
unumgänglich. Die SOLAS-Verordnungen führten ein Jahr
später dazu, dass die alten, hölzernen Rettungsboote
durch solche aus GFK ersetzt werden mussten.
Die letzte
Besatzung setzte sich wie folgt zusammen: 1 Kapitän, 1
ltd. Maschinist, 2 Funker (bis 1980), 1 Bootsmann, 2
Motorenwärter, 5 Matrosen sowie 1 Koch. Die Funker
ausgenommen, blieben 11 Mann als Besatzung, die jeweils
14 Tage Dienst versehen mussten. Der Wachwechsel
erfolgte an jedem zweiten Dienstag von Fehmarn aus per
Boot.
Nach einer
Einsatzzeit von 76 Jahren in Nord- und Ostsee, hieß es
am 31.03.84 zum letzten Mal: "Hol nieder
Stationszeichen, Leuchte aus, Anker auf!" Das
Feuerschiff wurde durch eine automatische, unbemannte
und funküberwachte Großtonne ersetzt.
Jetzt
begann für das Feuerschiff eine aufregende Zeit, denn es
wurde für Außenaufnahmen des Filmes "Das Feuerschiff"
mit Klaus Maria Brandauer nach Sylt gebracht. Für die
Innenaufnahmen wurde die Inneneinrichtung ausgebaut und
in die Filmstudios nach München gebracht - ein
Feuerschiff in Einzelteilen.
Während
dieser Zeit wurde in Lübeck der Verein "Feuerschiff für
Lübeck e.V." gegründet. Grundgedanke des Vereins war und
ist die Erhaltung des Feuerschiffs. Es gab mehrere
Kaufinteressenten, die Lübecker erhielten jedoch den
Zuschlag, da sie als einzige einen Liegeplatz nachweisen
konnten. Der symbolische Kaufpreis soll 150.000,- DM
betragen haben. So wurde das Schiff nach
Originalunterlagen wieder hergestellt und kann jetzt in
Lübeck an der Musik- und Kongresshalle besichtigt
werden. Im Sommer verlässt die "Fehmarnbelt" oft auch
ihren Liegeplatz und besucht die unterschiedlichsten
Veranstaltungen entlang der Küste.
Weitere Termine der Fehmarnbelt:
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01.08.2003 bis 03.08.2003 |
Bratheringsfest in Neustadt. |
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03.08.2003 |
Auslaufen von Neustadt zur Fahrt nach Travemünde |
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07.08.2003 |
Auslaufen von Travemünde zur Fahrt nach
Warnemünde |
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08.08.2003 bis 09.08.2003 |
Hansesail - Regatta Begleitfahrten |
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10.08.2003 |
Auslaufen von Warnemünde zur Fahrt nach
Heiligengafen |
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11.08.2003 |
Weiterfahrt von Heiligenhafen nach
Kiel-Möltenort |
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12.08.2003 bis 14.08.2003 |
Besuch bei FS "Laesoe Rende" Möltenort. |
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15.08.2003 |
Verholen nach Kiel Blücherbrücke |
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15.08.2003 bis 17.08.2003 |
Hafenfest Kiel |
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18.08.2003 |
Auslaufen von Kiel zur Fahrt nach Neustadt |
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20.08.2003 |
Empfangsfahrt Cutty Sark Tall Ship's Race |
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20.08.2003 |
Rückfahrt Lübecker Bucht nach Lübeck |
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24.08.2003 |
Parade of Sail - Verabschiedung der Segler |
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